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Taunus-Zeitung 29.9.2009
Für Gonzenheim ein Heimspiel
Am kommenden Wochenende wollen die Gonzenheimer kräftig mit ihren Freunden und Gästen feiern. Drei Tage dauert die Kerb in der Ortsmitte.
Gonzenheim. In Gonzenheim geht es am Wochenende wieder hoch her - das Gonzenheimer Wochenende rund ums Vereinshaus steht an. Die Organisatoren des Geschichtlichen Arbeitskreises und der Bürger für Gonzenheim haben sich einiges einfallen lassen, um Besucher in den Ortsteil zu locken. Am Freitag startet das Programm um 19.30 Uhr mit einem Dämmerschoppen in der Feuerwehrhalle. Am Samstag von 14 bis 18 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr stehen Kinderkarussell, Schieß- und Süßigkeitenbuden bereit, außerdem wird Quad-Fahren auf dem Parkplatz angeboten, eine Hüpfburg lädt zum Toben ein, und jene Mädchen und Jungs, die mal eine kleine Verschnaufpause brauchen, können sich schminken lassen oder in aller Ruhe Luftballons modellieren.
Bachtaufe, wenn der Kerbebaum steht
Um 11 Uhr beginnt am Samstag die Traktor-Show in Alt Gonzenheim, von 16 Uhr an wird am gleichen Tag der Kerbebaum aufgestellt, direkt danach steht die Bachtaufe am Börnchen an.
Für Essen und Trinken ist natürlich auch gesorgt, und zwar am Spezialitätenstand der Egerländer Gmoi und am Weinstand der Bürger für Gonzenheim, der am Samstag um 16 Uhr öffnet.
„Kirchen und Glaubensgemeinschaften“ zeigt eine Ausstellung im Vereinshaus, außerdem werden dort Gegenstände mit Gonzenheimer Motiven verkauft und das Gonzenheimer Familienbuch vorgestellt. Von 20 Uhr an sind Musik und Tanz angesagt. Die Band Full-stop spielt bei der Feuerwehr.
Am Sonntag lockt der große Flohmarkt von 11 bis 15 Uhr auf den Parkplatz am Vereinshaus. Aufbau ist von 10 Uhr an. Teilnehmen darf jeder private Haushalt. Standgebühren werden nicht erhoben.
Wer's gemütlicher angehen will, kann um 11 Uhr zum Frühschoppen in die Festhalle kommen, mittags wird dort von den Vereinen gegrillt.
Um 14 Uhr beginnt am Sonntag der ökumenische Gottesdienst im Hof Leister, Frankfurter Landstraße 130. Von 15 Uhr an gibt's Kaffee und Kuchen vom Landfrauenverein bei der Feuerwehr. sbm
Taunus Zeitung 1.10.2009

Niemand hat Gonzenheim besser im Blick als der goldene Hahn auf der evangelischen Kirche – im Hintergrund die Häuser Friedrichsdorfer Straße 1-5. Was das güldene Federvieh in den vergangenen Jahrzehnten sonst noch so alles miterlebt hat, darüber gibt jetzt der 18. Band des Geschichtlichen Arbeitskreises Gonzenheim Auskunft. Auf 108 Seiten wird diesmal die Geschichte der evangelischen Kirche Gonzenheim beleuchtet. Das Spektrum reicht von der Christianisierung bis zur Gegenwart. Wer sich über das Heft hinaus ein Bild der Protestanten im Stadtteil machen will, sollte auf keinen Fall die Ausstellung verpassen, die am Gonzenheimer Wochenende gezeigt wird. Apropos: Am Freitag startet das Programm um 19.30 Uhr mit einem Dämmerschoppen in der Feuerwehrhalle. Am Samstag wird dann von 11 Uhr an rund um das Vereinshaus gefeiert. Es geht los mit einer Traktor-Show. Von 14 bis 18 Uhr warten Kinderkarussell, Schießbude und Stände mit Süßigkeiten auf die kleinen Besucher. Der Kerbebaum wird gegen 16 Uhr aufgestellt. Am Sonntag lockt zwischen 11 und 15 Uhr ein Flohmarkt. red
Bad Homburger Woche 1.10.2009 Gonzenheimer Wochenende lockt mit vielen Veranstaltungen Gonzenheim (hw). Traditionell findet das „Gonzenheimer Wochenende“ zum Erntedankfest von Freitag, 2., bis Sonntag, 4. Oktober, rund um das Vereinshaus, Am Kitzenhof, statt, zu dem der Vereinsring Gonzenheim einlädt. Die Eröffnung ist am Freitag um 19.30 Uhr mit einem Dämmerschoppen in der Festhalle bei der Gonzenheimer Feuerwehr. Am Samstag wird um 16 Uhr der Kerbebaum aufgestellt. Daran schließt sich die Bachtaufe an. Zudem ist eine „Traktorshow“ zu sehen. Ab 20 Uhr spielt die Band „fullstop" bei der Feuerwehr. Am Sonntag gibt es den Frühschoppen, den Flohmarkt und das Straßenfest rund um das Vereinshans mit Kinderbelustigung und Karussellfahrten. Die Ausstellung „Kirchen und Glaubensgemeinschaften“ ist im Vereinshaus zu sehen. Um 14 Uhr wird ein ökumenischer Gottesdienst gehalten. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen bei den Landfrauen in der Festhalle bei der Feuerwehr. Taunus Zeitung 2.10.2009
Alle Gonzenheimer Familien zu erfassen, hat sich Heinz Humpert zur Aufgabe gesetzt. Am Samstag und Sonntag kann der derzeitige Forschungsstand eingesehen werden. Gonzenheim. Es ist ein echtes Mammut-Projekt, das Heinz Humpert vor zwei Jahren begonnen hat. Er will alle Personen erfassen, die einmal in Gonzenheim gelebt haben. Dabei gibt sich der Heimatforscher aber nicht mit der bloßen Erfassung der Namen zufrieden, sondern reichert seine Daten noch mit Informationen an. Wo und wann ist der Betreffende geboren, wann gestorben? War er verheiratet? Einen Zwischenstand zu seinen Forschungen legt Humpert nun am kommenden Wochenende vor. Alle Interessierten können am morgigen Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Schultheißenstube des Vereinshauses Gonzenheim das Familienbuch in Augenschein nehmen, es ergänzen (Stammbuch nicht vergessen) oder aber auch ein Veto gegen die Veröffentlichung der eigenen Daten einlegen. Und wer weiß, vielleicht erfährt man ja beim Blättern in dem Manuskript, dass der eigene Vorfahr einst Bürgermeister von Gonzenheim war oder als Hexer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Denn auch das hat Humpert in sein Buch aufgenommen: die Geschichte zu den Personen. Die abstrakte Historie wird auf diese Weise für jedermann greifbar. Schon jetzt ist das Manuskript mehr als umfangreich. 4712 Familien mit all ihren Nebenlinien hat Humpert erfasst. Gedruckt wird dies ein 2600 Seiten starkes zweibändiges Werk geben, das voraussichtlich 2011 erscheinen soll. Für seine Recherchen wertet Humpert die 355 Standesamtsbücher der Stadt aus. Weitere Quellen sind die Kirchenbücher, bereits vorhandene Familienbücher der Nachbargemeinden, Grabsteininschriften und Zeitungsanzeigen. Nicht verwunderlich also, dass der Heimatforscher täglich zwischen fünf und acht Stunden an dieser Sisyphus-Arbeit sitzt. Das Buch kann bereits jetzt vorbestellt werden. Dafür erhält man 10 Prozent Rabatt auf den späteren Preis, der allerdings noch nicht feststeht. Derzeit geht Humpert von etwa 85 Euro aus. Und noch ein Schmankerl hat sich der Gonzenheimer für das Wochenende ausgedacht: Wer möchte, kann sich seinen Familienstammbaum ausdrucken lassen. aw Taunus Zeitung 5.10.2009 Familienfreundlich ist das Gonzenheimer Wochenende mit Kerb. Hier gibt es Angebote, die man nicht überall findet: eine Trecker-Schau, Geschichts-Ausstellung und kostenloses Karussell-Fahren. Gonzenheim. Diesmal kam sie nicht auf einem Traktor angerollt, sondern wurde auf Schultern getragen. Die Rede ist von der 22 Meter langen Tanne, die am Samstagnachmittag zum Kerbebaum wurde. Rund 20 Männer, überwiegend Feuerwehrleute, stellten ihn zur Musik vom Fanfarencorps Bad Homburg und unter den Augen von rund 150 Schaulustigen am Vereinshaus auf. Anders als im Vorjahr waren die Hubstangen diesmal nicht morsch, sondern hielten der Belastung stand. Und so stand der Kerbebaum in Rekordzeit: Nach nur 13 Minuten. Präses Michael Wolf zog eine positive Bilanz: „Es war schön, stimmungsvoll und gab keinen Ärger. Die Kerb war sehr erfolgreich“, sagte er. Zwischen 300 und 400 Besucher hatten pro Tag die Kerb besucht. Auch die Landfrauen, die den Flohmarkt betrieben, seien zufrieden gewesen. Während es vor allem die männlichen Besucher zur Traktor-Schau auf dem Parkplatz zog, ließen sich die Kinder am Schminktisch in Batman und Prinzessin verwandeln. Vom Karussell waren die Kleinen, die kostenlos fahren durften, kaum loszubekommen. Weniger bequem ging es bei der Bachtaufe zu. Noch bevor die Kandidaten erschienen, hatten einige Gonzenheimer schon die besten Sichtplätze erobert. „Ich bin gespannt, wer das ist, ob ich die kenne“, sagt eine 80-Jährige, die auf der Bank Platz nahm. Seit 50 Jahren lebt sie in Gonzenheim, eine Bauchtaufe hatte sie aber noch nicht erlebt. dabei wird diese schon seit 1984 durchgeführt. Diesmal schritten Anna Gensert (27), Isabelle Girke (25) und Martin Fehing (27) zum „Taufbecken“ am Börnchen, dem einzig erhaltenen Laufbrunnen in Gonzenheim. Die Frage, wo das Heimatmuseum untergebracht ist, konnte Anna Gensert, Lehrerin an der Landgraf-Ludwig-Schule, die in diesem Jahr nach Gonzenheim gezogen war, sofort beantworten (neben dem Vereinshaus). Dann hieß es, „Schuh und Strumpf ausziehen“. Bis zum Knie eintauchen, so weit wollte die Lehrerin aber nicht gehen. Ihren linken Fuß tauchte die 27-Jährige nur bis zum Knöchel ins kalte Nass. Da waren Isabelle und Martin forscher. Aber auf die Eintauchtiefe kam es nicht an, die Bachrecht-Urkunde und die Bürger-von-Gonzenheim-Medaille erhielten alle drei aus den Händen von Präses Michael Wolf. „Ich gehöre jetzt dazu“, freute sich Isabelle.
Für alteingesessene Gonzenheimer war die Ausstellung vom Geschichtlichen Arbeitskreis über die Kirchen und Glaubensgemeinschaften in der Schultheißenstube des Vereinshauses interessant. Vor den Konfirmationsbildern, das älteste stammte aus dem Jahr 1913, drängelten sich zahlreiche Besucher. Heinz Fischer (Jahrgang 1939) entdeckt sich in der Mitte der zweiten Reihe (Nummer 31). Das Foto stammt aus dem Jahre 1953. „Schön, dass die Bilder ausgestellt werden“, findet er. Damals trug er seinen ersten Anzug mit Schlips. „Das war feierlich“, erinnert er sich. Rund 30 Hefte hat der Geschichtskreis am Wochenende verkauft. Besonders gefragt war die neue Broschüre über die evangelische Kirche. Zur Eröffnung des Heimathauses im kommenden Jahr will der Geschichtskreis das Gonzenheimer Familienbuch von Heinz Humpert (TZ berichtete) veröffentlichen. Reißenden Absatz fanden die Gonzenheimer „Stutzweck“. Bis in die 30er Jahre sei die Gonzenheimer Spezialität bei der Kerb verkauft worden, sagt Ernst Henrich vom Geschichtlichen Arbeitskreis. Ein Bäcker in Burgholzhausen hat 50 Stück nach dem Rezept des einstigen Gonzenheimer Bäckers Georg Stamm für die Kerb gebacken. Das Rezept hatte der Geschichtskreis von Stamms Enkelin erhalten. sob Alle Gonzenheimer auf einen Blick
Heinz Humpert schreibt am Familienbuch des Stadtteils
Heinz Humpert bei der Familienforschung. Foto: jr Neue „echte“ Gonzenheimer
Fest-Wochenende mit Kerb, Bachtaufe und der Renaissance des Stutzwecks
